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Führerstandsfahrt Lötschberg Teil I



Von Spiez nach Domodossola II mit Re 465 014 "Spalenberg", am Haken den GK 41603 Ambrogio Neuss - Gallarate, - nicht-SIM*-Zug



Hier gibt es nun den ersten Teil der Fahrt über die Lötschberg-Simplon-Strecke. (Die komplette Tour inklusive Rückfahrt nach Basel SBB Rbf gibt es bereits auf meiner Facebookseite. Die Gotthard-Fahrt ist allerdings noch in Bearbeitung).

Nach gewissen "Anlaufschwierigkeiten" hat es dann doch noch geklappt und mein volles gewünschtes Programm konnte abgearbeitet werden.

Während man morgens um halb Zehn in Deutschland angeblich eine mit Nougat und Milchcreme gefüllte Waffel isst, beobachtete ich mit meinem Mitstreiter den GK 41603, welcher mit ca. -15 Minuten auf dem Weg von Norden her nach Spiez war. Allerdings musste dieser in Thun noch einen SBB Fensterzug vorbeiziehen lassen, so dass er mit minimalster Verspätung "pünktlich" in Spiez bequem auf Gleis 1 eintrudelte. Dank dem Monitor, der die komplette Lötschberg-Simplonstrecke mit Echtzeitdaten der Züge grafisch anzeigt, wissen die Triebfahrzeugführer immer rechtzeitig, wo sich ihre Züge befinden und in welchem Gleis diese erwartet werden.

Gesteuert wird dies aus dem zentralen BLS Stellwerk in Spiez (ab dem Abzweig in Gümligen ist die Lötschbergbahn eine BLS-Strecke). Die angrenzenden Abschnitte der SBB Infrastruktur sind in diesen Monitoren aber ebenfalls zu sehen.
Wichtig ist dies, damit die Lokführer der BLS wissen, wo sie ihre Kollegen ablösen müssen, denn in Spiez findet (zumindest bei BLS Cargo) meist der Lpw statt.

Kurz vor 10 Uhr stand dann der Zug ordnungsgemäss auf Gleis 1 und der schön gekühlte Führerstand konnte betreten werden.

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Information: Ich habe hier nur die bedeutensten Bilder ausgewählt. Eine grössere Auswahl gibt es im Album "Führerstandsfahrt Lötschberg/Simplon" auf Facebook (hier klicken).



Die Fahrt ging zunächst bis zum nächsten grösseren Bahnhof: Frutigen.
Hier mussten dann zwei Züge aus dem Lötschbergbasistunnel (LBT) abgewartet werden: Hupac-Shuttle Novara - Rotterdam mit BLS Re 4/4 und eine Re 460 mit dem IC aus Brig.
Bei der Fahrt bis zum haltzeigenden Ausfahrsignal konnten noch nebenan einige Tests mit zweimal Re 485 sowie der neuen Bombardier Last-Mile-Diesel Lok 187 beobachtet werden:

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Die Ausfahrsignale haben den Zusatz "RV Halt". Diese gelten für Situationen, die sich kein Tf wünscht: "Reversing Halt". Der LBT ist mit ETCS L2 ausgerüstet. Im Notfall (z.B. Entgleisung oder Brand im Tunnel) kann der Tf den Zug ETCS-geführt ohne Halt aus dem Tunnel fahren, ohne den Führerstand wechseln zu müssen, und zwar so lange, bis er dieses Schild "RV Halt" sieht.

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Nachdem die beiden Züge den LBT verlassen hatten ging die Fahrt weiter in das Nordportal eines der längsten Tunnels der Erde. Auf den "Treppenstufen" links fand die Eröffnungszeremonie statt. Über dem Portal die Bergstrecke, über die es bei der Rückfahrt ging.

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Die Aussicht im LBT hielt sich jetzt relativ in Grenzen. Dennoch war diese Fahrt sehr interessant, dieses gigantische Bauwerk mal von innen erleben zu können: Die Spurwechsel (teilwesie noch ohne Gleise), die Aussichtskanzel (die besucht werden kann) und die sonstige Tunnelinfrastruktur.
Im Wallis angekommen verlässt der Zug bei Raron den über 34km langen Tunnel. Hier wird dann die Rotten (Rhône) überquert und die Strecke mündet in die SBB-Strecke aus Lausanne nach Brig.

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Wenige Kilometer weiter wird Visp erreicht, einer der Orte die am meisten von der Eröffnung des LBTs profitieren: Umsteigefrei mit hoher Geschwindigkeit in die Bundesstadt.
Auf einem der linken Gleise steht ein Chemiezug aus dem dortigen Chemiewerk abfahrbereit:

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Weiter ging es nach Brig. Hier im Bild erkennt man die neuen und die alten (noch im Betrieb befindlichen) Einfahrsignale des Bahnhofes. Dieser wird gerade komplett modernisiert und erhält dabei auch ein eStw mit neuen Signalen des Typs N.
Links ist die Stahlbrücke zu sehen, über welche die Lötschbergstrecke in den Bahnhof einmündet, rechts die Gleise der Schmalspurbahn BVZ (Brig-Visp-Zermatt-Bahn).

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In Brig selbst hatten wir einen kurzen Aufenthalt. Den ganzen Sommer lang gibt es Instandhaltungsmassnahmen an der Simplonstrecke, u.a. auch Bauarbeiten im Simplontunnel, der somit zum Teil nur einröhrig befahrbar ist.
Es mussten noch ein paar Züge abgewartet werden (Gefco-Kleintransporterzug, Rangierfahrten SBB/DB Tonerdezug sowie der SBB Autoverlad nach Iselle di Trasquera).


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Der Tunnel weist zwei getrennte Röhren auf (die zweite wurde erst später gebaut). Mit ca. 20 km Länge ist dieser Tunnel auch nicht gerade klein, vor allem wenn man bedenkt, in was für Jahren diese gebaut wurden (siehe Tunnelportal voriges Bild).
Alle paar Meter gibt es kleine Buchten an der Seite der Tunnelwand. Diese sind mit reflektierenden Zeichen versehen: Ein weisser Punkt bedeutet eine Rettungsbucht, zwei weisse Punkte einen Querschlag zur anderen Tunnelröhre.
Der Tunnel ist innen noch komplett gemauert und hat eine beeindruckende Form. Irgendwie kann man hier (vor allem im Hinblick auf die nachfolgenden Tunnel) kaum glauben, dass hier die SIM-Züge durchpassen können...


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In der Tunnelmitte befindet sich ein Spurwechsel, ein kleines (Behelfs-)Stellwerk sowie auf der anderen Röhre (gerade wegen Baurarbeiten gesperrt) ein Not-Bahnhof (Stazione della Galleria). Ab hier befindet man sich dann auf italienischem Gebiet (man merkte es auch deutlich an der Qualität des Oberbaus...):

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Hier der Spurwechsel in die Gegenrichtung:

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Vor wenigen Jahren gab es hier im Simplontunnel (weiter vorne) einen grossen Brand. Spuren der Ausbesserungs-/Reparaturarbeiten waren deutlich zu sehen. Die Ursache war eine lose Plane mit Metallteilen eines UKV-Zuges, welche aufgrund einer durch "Vandalismus" geöffneten Tür nicht mehr richtig befestigt war und somit gegen die Oberleitung flatterte. Es entstand enormer Sachschaden.
In Iselle di Trasquera gelangt man wieder ans Tageslicht, allerdings folgt direkt ein kleiner Tunnel "Iselle".
Rechts im Bild: Der SBB Autoverlad-Zug hat den Bahnhof ebenfalls erfolgreich erreicht und wird nun entladen/frisch beladen für die Rückfahrt nach Brig:

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Hinter dem Bahnhof gelangt man schliesslich wieder in den knapp 1800m langen Tunnel "Trasquera". Bei diesem ist das linke Gleis für SIM*-Züge gesperrt. Diese nutzen dann das Gegengleis übern den vorigen Spurwechsel.
Diese Abschnitte sind mit speziellen Tafeln, im Tunnel (wie z.B. im Tunnel Trasquera) mit einem violetten Licht (roter Punkt mit blauem Kreis = lila) gekennzeichnet.
SIM-Züge müssen sich in bestimmten sehr kruzen Abschnitten beim Fahrdienst anmelden. Allerdings werden diese Daten auch durch die vorgegebene Zugnummer (z.B. 43XXX) automatisch erfasst und die Fahrwege entsprechend eingestellt.

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(Diese Stelle befindet sich aber hinter Varzo).
Weiter gelangt man in den nächsten Tunnel, einen knapp 3 km langen Kehrtunnel, der "Varzo elicoidale". Anschliessend wird der Bahnhof Varzo durchfahren ehe weitere kleine (und grosse Tunnel folgen):
Direkt hinter dem Bahnhof der ca. 80m lange Tunnel "Varzo" und weiter der "Galleria Mognatta".

Nun gelangt man in meinen Lieblingsbaschnitt zwischen Varzo und Preglia:
Der knapp 570m lange "Galleria Gabbio Mollo" weist eine sehr schöne Galerie auf mit Blick ins Tal:


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Nach dem ca. 425m langen "Galleria S. Giovanni", eine Brücke und dem nur 51m langen "Galleria Rio Confinale" folgt der letzte Tunnel, der über 2300m lange "Galleria Rio-Rido/Preglia", welche mehrere Galerien (auch "modernere" Säulen-Konstruktionen) beinhaltet:


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Auf Grund von Bauarbeiten fuhren wir auf dem Gegengleis (der Ambrogio war kein SIM-Zug), hier beim Erreichen des Bahnhofs Preglia:

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Und schwupps waren wir wieder auf dem Regelgleis. Vor dem Bahnhof Preglia wurde noch eine ältere Steinbogenbrücke überquert.

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Die Gleise wurde aufgrund der Wärmeausdehnung in Italien von der RFI "weiss angemalt".


Weiter geht es das Tal hinab nach Domodossola. Kurz vor dem Bahnhof wird noch der Torente Bogna überquert mit der bekannten Fotostelle.

Einfahrt in den Bahnhof Domodossola. Dieser besteht aus drei Teilen: Erreicht man diesen aus Richtung Schweiz gelangt man entweder ganz rechts in den Bahnhof Domodossola ("Domodossola FS") oder in der "Mitte" nach "Domo I". Hier wechseln z.B. die Züge der RAlpin (rollende Landstrasse) die Triebfahrzeuge von BLS-Lok (485) auf SBB Cargo International (474 oder 484). Ganz links befinden sich dann noch zwei Gleise, die zum dritten Bahnhofsteil, etwas abgelegen südlich Domodossola, führen: Domo II, Endbahnhof unseres Zuges... zumindest unserer Zugfahrt.
Während in der Bahnhofmitte die Systemtrennstelle ist und ab dort dann das italienische Signalsystem zu finden ist gelangt man hier vorerst weiter mit Wechselstrom und dem SBB Typ L Signalsystem weiter bis Domo II:

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Blick auf Domo FS, Rangierlok und SBB Re 4/4 mit EW-1-Pendelzug:

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Hinter dem Bahnhof wird die Strecke einspurig:

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Rechts die Strecke nach Novara/Milano, links die Verbindungsbahn nach Domo II:

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Nachdem die andere Strecke unterquert wurde gelangt man in den Bahnhof von Domo 2:

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Bahnsteigdach, Unterführung, all diese Dinge, die ein Güterbahnhof/Grenzbahnhof braucht (Güter werden keine mehr umgeschlagen, mit Ausnahme vom UKV-Terminal Hangartner nebenan).
Hier befindet sich die Trennstelle ebenso in der Mitte des Bahnhofes, das heisst man muss abgebügelt und mit ausgeschaltetem Hauptschalte in den Bahnhof einrollen.
Da die Lok nun nicht weiterfahren kann, muss eine Diesellok (oder Mehrsystemlok wie z.B. beim RAlpin in Domo I) die Lok "befreien". Dazu kam eine Taucherbrille der Ferrovie Nordcargo:

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Ein letzter Blick auf den Zug:

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Nachdem uns die Taucherbrille dann in ein Ausziehgleis vorgezigen hatte, welches wieder Wechselspannung führt, ging es mit eigener Kraft zum Abstellort:


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Dort standen bereits zwei Re 4/4, welche bei der Rückfahrt bis nach Basel SBB Rbf überführt werden mussten.

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Doch dazu später mehr...






*SIM = Simplon InterModal (Zug mit grossem KV-Profil (Lichtraumprofil) <auch Erkennbar an Zugnummer: 43XXX>















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